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GreenPlates+

Ein mobiles UX/UI-Konzept zum Entdecken und Reservieren von günstigem Überschussessen aus nahegelegenen Restaurants und Märkten.

2023UX/UI DesignerFigma, Information Architecture, Wireframing, Prototyping, Usability Walkthrough
UX/UI DesignMobile AppInteraction DesignService Design

GreenPlates+ ist ein mobiles Konzept für Überschussessen – zum Finden vergünstigter Mahlzeiten und Lebensmittelboxen aus nahegelegenen Restaurants und Märkten. Das Projekt begann als breit angelegte Nachhaltigkeits-App-Idee, doch sein eigentlicher UX-Wert ist konkreter: Menschen dabei zu helfen, Überschussangebote zu bewerten und zu reservieren, bevor das Abholzeitfenster schließt. Die Oberfläche musste eine schnelle, vertrauensbasierte Entscheidung unter realen Bedingungen ermöglichen: Standort, Timing, Lebensmittelqualität, Diätverträglichkeit und Preis.


Das Problem

Plattformen für Überschussessen bewegen sich zwischen Nachhaltigkeit und Alltagspraktikabilität. Nutzer:innen möchten vielleicht Lebensmittelverschwendung reduzieren und Geld sparen – die Entscheidung fällt aber trotzdem unter alltäglichen Bedingungen. Abholzeit, Lebensmittelqualität, Entfernung, Preistransparenz, Allergene und das Vertrauen in den Anbieter müssen alle beantwortet sein, bevor eine Reservierung sinnvoll ist. Die UX-Herausforderung liegt nicht im Auflisten günstiger Angebote. Sie liegt darin, jedes Angebot verständlich und handlungsreif zu machen, bevor es verloren geht.

Problem-Snapshot mit drei Phasen: Überschussessen existiert, Nutzer:innen stehen vor Entscheidungshürden, eine sichere Reservierung reduziert Verschwendung.
Überschussessen existiert. Nutzer:innen zögern. Die UX-Lücke liegt zwischen Absicht und sicherer Handlung.

Kern-Service-Flow

Das Konzept wurde um sechs Phasen strukturiert: nahegelegene Überschussangebote entdecken, vergleichen, Vertrauensdetails prüfen, reservieren und bezahlen, abholen, dann bewerten und Impact verfolgen. Diese Abfolge hielt das Produkt auf den tatsächlichen Entscheidungspfad der Nutzer:innen fokussiert, anstatt es als generische Essenslieferungs-Oberfläche zu behandeln.

Kern-Service-Flow mit sechs Phasen: vom Entdecken nahegelegener Überschussangebote bis zum Bewerten und Impact-Tracking.
Sechs Phasen von der Entdeckung bis zur Bewertung – jede mit einer klaren Nutzeraufgabe und Designanforderung.

Vertrauen und Entscheidung

Vor jeder Reservierung müssen Nutzer:innen vier Fragen beantworten: Ist es für mich relevant? Ist es sicher? Ist es praktisch? Lohnt es sich? Konkurrenzanalysen ähnlicher Apps zeigten wiederkehrende Schwachstellen in allen vier Bereichen: enttäuschende Lebensmittelqualität, fehlende Bestellungen, unklare Gebühren und Verwirrung über Servicebereiche. Die Designantworten des Konzepts adressieren jede Ebene direkt – durch Filter, sichtbare Allergeninformationen, Abholzeitfenster auf den Karten, transparente Preisgestaltung und Anbieterbewertungen.

Vertrauens- und Entscheidungsrahmen mit vier Nutzerfragen: Ist es relevant, ist es sicher, ist es praktisch, lohnt es sich – jeweils mit Produktantworten.
Vier Fragen, die jede:r Nutzer:in vor der Reservierung beantwortet. Jede braucht eine sichtbare Designantwort.

Informationsarchitektur

Die ursprüngliche IA trennte Durchsuchen, Suche, Favoriten und Einstellungen – mehrere Kategorien überschnitten sich jedoch, und der Checkout-Pfad war unter einer Informationsseite vergraben. Die überarbeitete Struktur organisiert die App neu um die tatsächliche Aufgabenabfolge der Nutzer:innen: Standort festlegen, nahegelegene Angebote durchsuchen, Details prüfen, reservieren, bezahlen, abholen und bewerten. Restaurants und Märkte wurden zu Segmented Controls statt zu konkurrierenden Navigationsästen.

Informationsarchitektur-Diagramm mit der vollständigen App-Struktur vom ersten Login über Durchsuchen, Suche, Favoriten, Einstellungen bis zum Reservierungsflow.
Die vollständige App-Struktur vom Einstieg über Entdeckung und Reservierung bis zur Kontoverwaltung.

Wireframe-Prozess

Die Wireframes etablierten die grundlegende Layout-Logik vor jeglichen visuellen Entscheidungen: Splash, Login, Startseite mit Suche und Kategorien, standortbasierte Entdeckung, Restaurant-/Marktliste und Einstellungen. Diese Frames hielten strukturelle Entscheidungen von Oberflächenentscheidungen getrennt und verankerten die IA im tatsächlichen Bildschirmverhalten.

Sechs GreenPlates+ Wireframe-Screens mit Splash, Login, Startseite, standortbasiertem Durchsuchen, Restaurantliste und Einstellungen.
Grundlegende Layout-Logik in Wireframes definiert, bevor visuelle Entscheidungen getroffen wurden.

Von Erkenntnissen zu Verbesserungen

Ein aufgabenbasierter Usability-Walkthrough mit einer Testperson überprüfte die wesentlichen Flows: Login, Durchsuchen, Filtern, Angebotsdetail, Reservierung, Zahlung und Einstellungen. Er legte fünf konkrete Reibungspunkte offen, die die Interface-Iteration direkt geprägt haben: Zahlungskontrolle, Sprachunterstützung, Sprachsuchberechtigung, Filtertiefe und Impact-Sichtbarkeit.

Verbesserungs-Map mit fünf beobachteten Problemen, der jeweiligen UX-Verbesserung und der entsprechenden Interface-Antwort.
Fünf Reibungspunkte, fünf UX-Verbesserungen, fünf Interface-Antworten: von Konzeptfeedback zu Produktentscheidungen.

Reflexion

GreenPlates+ ist ein studentisches UX/UI-Konzept mit einem breiten Prototyp und einem frühen Usability-Walkthrough. Sein Wert liegt darin zu zeigen, wie Lebensmittelverschwendungs-Recherche, lokaler Istanbul-Kontext, Informationsarchitektur und Interaktionsstruktur in einen fokussierten Entdeckungs-Reservierungs-Abholungsflow übersetzt werden können. Bei einer Weiterführung wäre der nächste Schritt: Tests mit mehr Nutzer:innen, Vereinfachung der Filterlogik, Validierung von Abholungs- und Zahlungserwartungen sowie Gestaltung des anbieterseitigen Einstellungsworkflows.