TILT
Eine greifbare, neigungsgesteuerte Labyrinth-Installation, bei der eine einzige Geste Licht und generativen Klang in Echtzeit steuert.
TILT ist eine Ein-Griff-Mikroinstallation, entwickelt für CMS SS26 Interaction Design 1, die physische Bewegung in Licht und Klang verwandelt.

So funktioniert es
Ein hölzernes Labyrinth-Board sitzt auf einem Sockel; eine einzelne Seitenkurbel neigt es entlang einer Achse, und eine Kugel reagiert auf Schwerkraft und Neigungswinkel. Ein Beschleunigungssensor unter dem Board, verbunden mit einem Arduino, liest die Neigung in Echtzeit aus und steuert LED-Streifen rund um den Tisch: Lichtmuster verändern sich mit Winkel, Geschwindigkeit und Änderungsrate der Neigung. Eine mit Processing gebaute generative Klangkulisse folgt denselben Daten, wird dichter und höher, je weiter sich die Kugel vom Zentrum entfernt, und wird leiser, je näher sie der Ruhe kommt.
Der Moment der Stille
Ein Berührungssensor am zentralen Loch erkennt, wenn die Kugel ankommt; Licht und Klang verschmelzen zu einem synchronisierten "Sieges"-Muster und kehren dann sanft zum Ruhezustand zurück. Die Interaktion selbst, nicht ein Punktestand oder ein Timer, ist die Geschichte.


Reflexion
TILT funktioniert, weil die Feedback-Schleife unmittelbar und lesbar ist: das Board neigen, das Licht sich verändern sehen, den Klang reagieren hören, den Moment spüren, in dem sich alles im Zentrum auflöst. Es ist ein kleines, eng umrissenes Physical-Computing-Stück, aber genau das Ein-Gesten-Interface, keine Buttons, kein Bildschirm, nur Neigung, machte es für jede Person leicht, es in Sekunden zu verstehen.