NEO: Near Earth Observatory
Die BIX-Fassade des Kunsthaus Graz wird zu einem Live-Fenster in den erdnahen Weltraum, gesteuert von echten NASA-, Mondphasen- und ISS-Daten.
NEO verwandelt den "Friendly Alien" des Kunsthaus Graz und seine BIX-Fassade, ein Raster aus beleuchteten Ringen in der Gebäudehülle, in ein Fenster in den erdnahen Weltraum.

Die Idee
Der Friendly Alien ist mit einer Botschaft gekommen: Wir sind nicht allein im All, und die Erde ist ständig von Bewegung umgeben. Meteore und erdnahe Objekte ziehen ständig vorbei, oft unbemerkt. NEO geht es nicht um Angst, sondern um Neugier. Es lädt dazu ein, nach oben zu schauen, aufmerksam zu sein und sich daran zu erinnern, dass Graz Teil von etwas viel Größerem ist.
Live-Daten
Drei Live-Datenquellen steuern die Fassade: die Near-Earth-Object-API der NASA, die verfolgt, wie viele Objekte pro Tag vorbeiziehen sowie deren Größe, Entfernung und Geschwindigkeit; eine Mondbeleuchtungs-API, die den tatsächlichen aktuell beleuchteten Anteil des Mondes meldet; und eine ISS-Positions- und Überflug-API (via Skyfield), die den Standort der Station in Echtzeit verfolgt.
Auf der Fassade
Meteore ziehen über das Ringraster der BIX-Fassade, und der Mond durchläuft seine tatsächliche aktuelle Phase, beides direkt aus den Live-Feeds gerendert, sodass das Geschehen am Gebäude immer mit dem verbunden ist, was an diesem Tag wirklich am Himmel darüber passiert.


Reflexion
NEO war eine eintägige universitäre Demonstration, projiziert auf die echte Kunsthaus-Fassade, um zu testen, ob Live-Weltraumdaten in dieser Größenordnung und Entfernung klar lesbar sind. Der stärkste Teil des Konzepts ist die Neurahmung: ein unbekannter Datensatz (erdnahe Objekte, Mondbeleuchtung, ISS-Überflüge) übersetzt in etwas, das Passant:innen auf einen Blick lesen können, Bewegung über einem Wahrzeichen, das sie bereits kennen.